Osterurlaub 2009 in Frankreich mit dem Wohnmobil




der rosa eingezeichnete Weg ist die gefahrene Strecke, wer möchte kann die Tour auch in Google Earth anschauen , hier der Link zur Datei


Der Winter hielt sich lange Anfang des Jahres 2009 ......... Bis Ende März musste man heizen, Temperaturen wenige Grad über dem Gefrierpunkt waren an der Tagesordnung. So waren wir alle begierig auf Sonne, die wir erhofften in Frankreich zu erhalten.

Geplant war eine Reise ins Verdon Tal, wo wir im Jahr 2006 bereits waren. Von dort sollte es weitergehen in den Ort Grasse, der berühmt für seine Parfürm Fabriken ist. Dort wollte sich mein Frauchen mit wohlriechenden Düften eindecken, bevor es die Weiterfahrt ans Mittelmeer anstehen würde. Am Mittelmeer wollten wir bis Gruissan Plage fahren, wo wir bekannte treffen wollten. Von dort aus wollten wir dann die rückfahrt nach Deutschland antreten, ostersamstag mit Zwischenstop in Wertheim Village, endgültiges Wiedereintreffen in Braunschweig dann am Ostersonntag.

So war der Plan - schauen wir, was daraus wird.

Wir fuhren am Freitag Nachmittag in Braunschweig ab und kamen gut vorwärts, so dass wir ca. bis Darmstadt kamen. Dort übernachteten wir in einer ruhigen Wohnsiedlung. Das Wetter verschlechterte sich zusehens, aber noch war alles trocken.......

In der Nacht hat es begonnen zu regnen - noch wussten wir nicht, daß der Regen die nächste Zeit unser ständiger Begleiter bleiben sollte. So setzten wir nach einem Frühstück unsere Fahrt frohen Mutes fort. Kurz vor Freiburg leuchtete plötzlich eine Warnleuchte im Tachodisplay des Ducatos auf. Ich fuhr auf einen Parkplatz und fand in den Unterlagen heraus, daß es sich um einen Fehler im Einspritzsystem handeln sollte. Der Blick bei laufendem Motor unter die Motorhaube versprach in der Tat nichts gutes, der Motor lief sehr unruhig. Über die Fiat Notruf Hotline erfuhr ich die Telefonnummer einer Fiat Werkstatt in Freiburg, die ich auch gleich anwählte. Nach kurzer Erklärung sollten wir das Fahrzeug in die Werkstatt verbringen. Obwohl es sich nur um ca. 12 KM Fahrstrecke handelte dachte ich schon, daß wir abgeschleppt werden müssten, die Aussetzer wurden immer schlimmer und der Leistungsmangel wurde immer stärker.
Wir schafften es doch in die Werkstatt und unser Womo wurde sofort überprüft. Der Fehlerspeicher meldete einen Fehler an der 4ten Einspritzdüse. Als der Mechaniker den darüber liegenden Deckel abgenommen hatte (Das wurde auch erst 2 Wochen zuvor beim Zahnriemenwechsel gemacht !!??) und am Stecker wackelte, traten die Aussetzer nachvollziehbar sofort auf. Das war Glück im Unglück, musste doch kein Teil gewechselt werden. Das Kabel, an dessen Ende der Stecker saß war sehr straff verlegt, so daß der Verdacht entstand, dass durch die Kabelspannung und die Vibrationen des Motors sich der Stecker gelockert und etwas geweitet hatte. Der Mechaniker verlegte das Kabel minimal anders und fixierte den Stecker wieder. Danach baute er alles wieder zusammen und nach knapp einer Stund setzten wir unsere fahrt wieder fort. Ohne den Boxenstopp hätten wir in Frankreich in eine Werkstatt gemusst......

Weiter ging es im Regen in Richtung Frankreich, daß wir in Höhe Mühlhausen erreichten. Über Belfort und Besancan fuhren wir immer weiter in Richtung Lyon....... Es war schon früher abend als wir Lyon erreichten. Wir beschlossen noch einige KM hinter Lyon zu fahren und dann ein Plätzchen zu suchen, wo wir übernachten können.





Dieses Plätzchen fanden wir in mitten von Weinbergen und verlebten eine ruhige Nacht.

Am nächsten morgen fuhren wir weiter bis kurz vor Valence, wo wir dann endgültig in die Berge abbogen, um das Ziel "Verdon Tal" zu erreichen. Wir nahmen die Richtung auf "Gap" über viele kleine und grosse Strassen, die im strömenden Regen aber alle nicht schön aussahen .............. Wir kamen immer höher in die Berge, Schnee lag teilweise am Strassenrand. Irgendwann hatten wir ein Problem, ein Pass, über den wir in 1300 mtr. Höhe fahren sollten, war gesperrt, weil noch zu viel Schnee lag. Wir mussten zurück und eine Umgehung suchen, die aber mit einem gehörigen Umweg verbunden war. Irgendwie hatten wir die Schnau..... voll........ Wir beschlossen nicht bis zum Verdon Tal zu fahren, sondern in Richtung "Grasse" weiterzufahren. Dort wollten wir Parfüm einkaufen und dann weiter nach Ramutelle fahren.

Unterwegs wollten wir in Sisteron auf den Stellplatz, der erwies sich aber als garnicht schön, so daß wir unsere Fahrt fortsetzten. 




In "Castellane" fanden wir einen schönen und sauberen Stellplatz, wo wir ruhig die Nacht verbrachten. Am nächsten morgen ließ sich sogar kurz die Sonne sehen, wir dachten es geht nun langsam aufwärts mit dem Wetter, aber weit gefehlt...

Auch "Grasse" begrüsste uns regnerisch, wir folgten den Ausschilderungen zu einer Parfümerie, wo sich Isabella mit diversen Düften eindeckte. Weiter ging es im langsam nachlassenden regen über "Cannes" und "Sainte-Maxime" nach "Ramutelle" und dem dortigen Stellplatz am Strand. Man glaubt es nicht - die Sonne schien.





Wir richteten und häuslich ein. Auch hier auf dem Platz hatte der Dauerregen seine Spuren bzw. eher Pfützen hinterlassen. Aber wir genossen vorerst die Sonne. Spaziergänge am Strand erfreuten auch den Hund. Endlich bekamen die Bücher, die wir zu lesen gedachten eine Bedeutung, wir spielten Boule kurz - wir gammelten. Am nächsten Tag wurde das Wetter wieder schlechter, am Abend regnete es schon wieder. Wir beschlossen am nächsten morgen weiter zu fahren.

Da Isabella darum bat so wenig Berge wie möglich auf dem Weg in Richtung Gruissan bezwingen zu müssen, entschieden wir uns den Weg weiter an der Küste zu nehmen, der weit weniger Berge enthielt, aber auch ca. 50 KM weiter war.
mavin bat darum an der Rhone anzuhalten, so daß ich als Zwischenziel "Arles" in das Navi eingab. Dort angekommen suchten wir ca. 2 Stunden die Rhone auf- und abwärts nach einer Möglichkeit übernachten zu können und dass Marvin gleichzeitig etwas angeln könnte. 




Wir fanden nichts passendes und fuhren unseren Weg weiter, aber nach einigen KM kamen wir auf einer ruhigen Seitenstrasse zufällig zu einem gemeinsamen Ergebnis, und blieben übernacht stehen.





Es fing leider wieder stärker an zu regnen, Marvin angelte trotzdem, da der Boden aber zu glitschig wurde musste er wieder das Angeln beenden. Trotzdem verbrachten wir abgesehen vom auf das Womodach trommelnden Regen eine ruhige Nacht.
Es regnete immer mehr ..... 




Nur von einem kurzen Einkaufsbesuch in einem Carrefour Markt unterbrochen eilten wir am nächsten morgen unserem nächsten Ziel entgegen : "Saint Pierre sur Mere". Dort übernachteten wir auf dem Stellplatz, sogar die Sonne zeigte sich.



Am nächsten morgen lachte die Sonne. Kurz entschlossen brachen wir auf um zum Stellplatz von Gruissan Plage zu fahren.



Der Platz war auch noch total durchnässt vom Dauerregen der vergangenen Tage, wir fanden dafür einen schönen Platz am Rand des Stellplatzes, wo man den Blick über das Meer aus dem Womofenster heraus geniessen konnte. 




Auch der Hund freute sich über die Spaziergange am Meer und über die Sonne und tollte herum, was wir sonst eher selten von unserer Arina her kennen ....







Wir freuten uns auch, versprach doch auch der Wetterbericht, daß Südfrankreich nun ein Hochdruckgebiet erreichen soll. Wir planten die nächsten Tage hier auszuharren. 




So verging das Wochenende wunderschön im Sonnenschein, auch die franzosen kamen aus allen ecken, so daß am Strand schnell reges treiben herrschte. Auch wir genossen die Sonne. Am Nontag erreichten uns erste Wolken, die aber der Wind wieder hinfort treiben konnte. Das gelang dem Wind am Dienstag nicht mehr so ganz. Es regnete wieder häufig. Haben wir am Montag noch den Markt in Gruissan besuchen können, verließen wir das Womo am Dienstag erst am Nachmittag, um Bekannte in deren Ferienhaus zu treffen. nach einige vergnügten Stunden begaben wir uns wieder zum Wohnmobil. Am nächsten morgen sollte es in zurück in Richtung Heimat gehen .............

Wir beschlossen den Weg über die kostenlose A75 in Richtung Clermont-Ferrant zu fahren, um von dort aus über Vichy - Belfort wieder deutschen Boden zu erreichen. Ein Highlight der Strecke ist natürlich die Brücke von Millau :





Die Streckenführung erwies sich als Goldrichtig, ist auch sonst ein grosser Teil der Strecke zweispurig ausgebaut. Wir kamen gut voran und machten eine ruhige Zwischenübernachtung auf einem kostenlosen Stellplatz.





Am nächsten morgen fuhren wir ausgeruht weiter. Unterwegs haben die Franzosen immer wieder schöne Parkplätze ausgebaut, die zum Anhalten einladen





Leider fanden wir auf den letzten 100 KM in Frankreich keinen geeigneten Stellplatz mehr, so daß wir bereits am Donnerstag abend wieder Deutschland erreichten. Aber auch in Deutschland erwies sich die Stellplatzsuche für die Übernachtung als nicht so einfach, so daß wir länger hin und her fuhren, bis wir entnervt in einem Industriegebiet übernachtet haben.
Am Karfreitagmorgen fuhren wir mit neuen Kräften die letzten 350 KM bis Wertheim-Village, dem erklärten Urlaubsziel und "Regentröster" der weiblichen Besatzung. 




Dort wollten wir am Samstag nochmals shoppen gehen, um am frühen Samstag Nachmittag die restliche Strecke nach Braunschweig zurück zu legen..........

Damit ging der Osterurlaub 2009 zu Ende..... Leider verlief er nicht ganz zufriedenstellen, was aber nur am Wetter lag, wir haben aber das Beste daraus gemacht. Man kann eben nicht immer Glück haben.

Die statistischen Zahlen :

gefahrene KM = 3745
getankte Dieselmenge = 467,71 Liter
Preis für Diesel = 459,02 Euro
Durschnittsverbrauch =  12,49 Liter (viele Berge)

   
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