Sommerurlaub 2009 in Italien

 




Wir schwankten im Sommer 2009 zwischen 2 Zielen : Dänemark oder Italien.

Da wir aber doch eher die sonnenhungrigen Touristen sind, entschieden wir uns wenige Tage vor unserem Start in den Sommerurlaub 2009 doch für Italien.

Am 1.Juli fuhren wir am ganz frühen morgen in Braunschweig ab. Wir kamen wieder gut voran und fuhren über die A2, A14 und A9 in Richtung München. Von dort aus fuhren wir in Richtung Brenner über die alte Brennerstraße. Den erreichten wir am nachmittag. Nach kurzer Pause fuhren wir weiter mit dem Ziel uns einen Platz für die nacht zu suchen. Diesen fanden wir dann in der Nähe von Trento bei einem Schwimmbad......

Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir zügig über die italienischen Autobahnen weiter und erreichten bereits zum frühen Mittag die Küste in der Höhe von Venedig, was wir aber nicht zu sehen bekamen, da wir und gleich südlich wandten.
Wir fanden einen Lidl, wo wir uns für die nächsten Tage versorgten, ehe wir weiterfuhren.

Bereits um 14 Uhr hatten wir einen Stellplatz (??) in der Ortschaft "Lido di Spina" bezogen, idyllisch gelegen hinter einer Starndbar, die gegen erhöhte Gebühr (dafür war der Stellplatz kostenlos) auch die Ver- und Entsorgung ermöglichte.
Es gab Plätze für ca. 10 Mobile und wir freuten uns, dass wir noch so einen schönen und kostenlosen Stellplatz ergattert haben. Wir wunderten uns allerdings, daß niemand sonst Stühle, Tisch oder Markise herausholte ....... Der Grund wurde uns erst später klar.

Wir genossen unsere Zeiten mit Ausruhen von der Fahrt und schwammen im sehr warmen Meer. Es war inzwischen Freitag und der Stellplatz füllte sich zusehens. Wie zogen die Markise ein und packten Tisch und Stühle weg. Die italienischen Wohnmobile fielen ein wie die Heuschrecken - ok es war Freitag abend.
Am nächsten Morgen sahen wir uns eingekeilt von diversen Wohnmobilen. Ca. 50 Womo haben sich auf die verfügbare Fläche verteilt. Nein - hier wollten wir nicht eingefercht bleiben. Wir wussten allerdings auch, daß am Wochenende kaum ein Platz auf einem Stellplatz verfügbar ist....

So beschlossen wir weiter zu fahren, packten den Rest schnell zusammen - ich vergass sogar ein Foto zu schießen.



Wir fanden dann einige KM später einen Campingplatz mt Pool, wo wir uns die nächsten 2 Tage nieder liessen. Der CP befindet sich in der Ortschaft " Punta Marina Terme". Der CP verfügt über alle Annehmlichkeiten, liegt aber etwas vom Meer entfernt.



Am Montag fuhren wir dann weiter südwärts. Vorbei ging es an den bekannten Badeorten wie Rimini, die zwar bekannt für jede Menge Trubel sind , aber auch für wenig Platz für stellplatzsuchende Wohnmobilfahrer.

Wir fuhren immer weiter, lohnenswerte Stellplatzmöglichkeiten schlossen sich inzwischen oft dadurch aus, daß sie eingekeilt zwischen Eisenbahnstrecke und Schnellstrasse lagen...




Bei der Ortschaft "Madonna del Ponte" hatten wir dann wieder Glück, wir entdeckten wieder eine privaten Wohnmobilparkplatz. Parkplatz nicht Stellplatz ?? Es scheint da einen grossen Unterschied zu geben, auf diesen "Parkplätzen" ist das Stehen etc. erlaubt, aber kein "Camping", also Markise, Stühle etc. Wir sollten das auf unserer Reise nun noch öfters vorfinden. Von unserer vorjährigen Mittelmeerküstenreise kannten wir das nicht.
Auf dem Parkplatz gab es keine Ver- und Entsorgung und er sollte pro Übernachtung 7 Euro kosten. Dafür lag er verhältnismäßig ruhig und direkt am Meer !!






Am Mittwoch fuhren wir ausgeruht weiter. Wir schauten weiter an der Küste entlang, in Höhe von "Ancona" bogen wir aber ins landesinnere ab, um den Bergen etwas zu entgehen. Dabei machten wir eine sehr nette Begegnung - wir sahen am Straßenrand einen abgesperten Stellplatz mit Entsorgung. Da die Versorgungsstation aber zur Verfügung stand waren wir gerade am Überlegen, wie wir das alles am Geschicktesten machen wollen, als ein Italiener angefahren kam und uns (wir ahnten mehr als wir verstanden) , ob wir ver- und entsorgen wollen, er würde uns die Absperrkette aufmachen. Er zeigte uns dann noch, wo wir den Schlüssel wieder hinterlegen sollen, selbst Geld wollte er nicht.

Nachdem wir Ancona hinter uns gelassen hatten sahen wir am Straßenrand (Ortschaft "Villa Lunghi") wieder einen Wohnmobilparkplatz .....




Dieser hatte sogar eine Ver- und Entsorgung und lag an einer Kartbahn, die Marvin und ich auch mal getestet haben.





Wir übernachteten ruhig, schön war auch, daß der Besitzer zur Umgehung der Campingverordnung von sich selbst Bierzeltgarnituren gestellt hatte, so dass man auch draussen Essen und verweilen konnte. Am nächsten morgen fuhren Marvin und ich mit den Fahrrädern etwas an der Strandstrasse entlang. Ohne eigenen Tisch und besonders Markise kommt das 100% Wohlfühlklima nicht auf. Nach nur 1 Km fanden wir einen Campingplatz, und da auch der Preis in ordnung war siedelten wir kurz entschlossen um, auch um der drohenden Invasion italienischer womo Fahrer zum Wochenende zu entgehen ....




Dort richteten wir uns für die nächsten Tage häuslich ein und ich kam dazu den ersten Teil dieses Urlaubberichtes zu schreiben.....




Es wurde voll auf dem Stellplatz, aber wir genossen trotzdem unsere Gammelei. So kam man zum Lesen und anderen Sachen, wo man sonst einfach keine Zeit zu findet.
Am Montag brachen wir unser Lager ab. Der Campingplatzbesitzer bekam die ausgehandelten 17 Euro pro Übernachtung und wir fuhren weiter südlich. Schon bald fanden wir einen Lidl, wo wir unsere doch stark geschrumpften Vorräte wieder auffüllten. Ich wollte auch nicht all zu weitfahren, hatten wir doch beschlossen, dass wir dieses mal nicht nur fahren, sondern dafür lieber öfter gammeln und stehen wollten und dabei die Sonne geniessen.

So kam es, daß wir bereits ca. 30 KM von unserem Aufbruchsort bereits wieder ein Lager bezogen, und zwar auf einem Stellplatz direkt am Meer mit Ver- und Entsorgung für faire 14 Euro. http://www.areacamperloasi.com









Ich bekam dort sogar (manchmal) ganz schwachen Empfang von einem offenen Hotspot, was wir natürlich ausnutzten ..... Hier wollten wir vorerst 2-3 Nächte stehen bleiben.

Nach drei Tagen Standzeit und herumgammeln fuhren wir weiter. Wir wollten aber noch 3 Tage auf einem schönen Camingplatz verbringen.
Das erwiessich aber als garnicht mal so einfach. Wir fuhren immer weiter südlich. Campingplätze, die wir sahen, waren entweder sehr eng, oder erlaubten keine Hunde.... So fuhren wir doch einige Kilometer, eher wir eher zufällig einen schönen Campingplatz bei "Roseto degli Abruzzi" fanden http://www.eurcamping.it







Hier waren Hunde erlaubt, Pool, Strandnähe und verhältnismäßig große Stellflächen waren vorhanden. Auch Internet gab es, so daß ich diesen Bericht gleich weiterschrieb und hochgeladen habe.





Am Sonntag wollte wir weiter fahren in Richtung Deutschland, dort aber noch ein paar Abstecher machen, so daß wir doch noch einige Reisetage vor uns haben sollten.....

Wie geplant fuhren wir am Sonntag los und kamen so gut voran, daß wir es sogar bis kurz vor die deutsche Grenze schafften. Wir fanden einen zweckmäßigen Platz zum Übernachten in der Nähe der Bundesstraße.





Am nächsten Morgen fuhren wir ausgeruht weiter und kamen schon am frühen nachmittag in Wertheim Village (seufz) an, wo dieses mal beide Frauen intensiv shoppen gehen wollten. ich schaute in dieser zeit, ob es schöne Wohnmobile zum kauf gibt, habe aber doch nichts besseres gefunden, als wir schon haben .....







Am Mittwoch fuhren wir weiter nach Marburg. Unsere Tochter kannte diese Stadt bisher nur aus unseren Erzählungen, eventuell wird sie Ende 2009 dort studieren.............






der Stellplatz in Marburg ist zweckmäßig angelegt, aber sehr eng, weil sich auf die 4 ausgewiesenen Stellflächen regelmäßig bis zu 8 Wohnmobile quetschen.............. da sollten die Verantwortlichen nachbessern.

Am Freitag vormittag starteten wir dann durch in richtung Heimat, wo wir mittags ankamen.

Es war ein schöner Urlaub, wir sind alle sehr entspannt nach hause gekommen, da wir auch außer Gammeln nicht viel gemacht haben.......

Wir haben gelernt : zum Frühstück bekommt man einfach keine vernünftigen Brötchen zu kaufen, zum Wochenende wird von Italienern alles gnadenlos zugeparkt, man sollte also am Freitag morgen einen Stellplatz für das Wochenende gefunden haben.

Statistik :

gefahrene     KM       = 3246
getankter Diesel       = 380,74 Liter
Preis Diesel              = 403,52 Euro
Durschnittverbrauch = 11,73 Liter   (4,5 To Alkoven !!)

Bierverbrauch Fahrer = ca. 40 Liter  Embarassed

wer möchte kann die Daten der Tour als ZIP Datei herunterladen und diese dann zB mit dem kostenlosen Programm Google Earth nachfahren bzw. sich die Stellplätze in Google Earth anschauen.

 Routendaten im KML Google Earth Format (gezippt)  


wenn man die Zeile : http://www.kloentreff.de/images/urlaub/italien09/2009-italien.kml in die MAPS-Suche bei Google Maps eingibt, dann kann man die Strecke auch in Google Maps nachfahren.

   
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